Von manueller Koordination zur vollständigen Automatisierung

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Date Published: Apr 27, 2026
Michael T. Business Analyst
Von manueller Koordination zur vollständigen Automatisierung

In vielen Krankenhäusern existiert Automatisierung — doch echte Automatisierung ist selten.

Das war die Realität in einem öffentlichen Krankenhaus, in dem bereits ein Apothekenroboter eingeführt worden war, um den Umgang mit Medikamenten zu verbessern. Der Roboter arbeitete schnell und präzise, reduzierte die manuelle Medikamentenhandhabung und minimierte das Risiko von Ausgabefehlern. Hinter den Kulissen mussten Mitarbeitende jedoch weiterhin Daten manuell zwischen den Systemen koordinieren.

Bestellungen wurden in einem System erfasst. Die Ausgabe erfolgte in einem anderen. Die Dokumentation wurde wiederum an anderer Stelle gespeichert.

Anstatt eines nahtlosen Workflows war der Prozess darauf angewiesen, dass Menschen die Lücken zwischen den Systemen überbrückten.

Genau hier kam SDH ins Spiel.

Der Ausgangspunkt: Ein Roboter ohne Integration 

Das Krankenhaus hatte KiroLink implementiert, einen Apothekenautomatisierungsroboter, der Medikamente präzise lagern, abrufen und ausgeben kann. Aus Hardware-Sicht war die Lösung bereits leistungsstark.

Doch ohne eine Live-Integration mit den digitalen Systemen des Krankenhauses blieb der Workflow fragmentiert.

Eine typische Medikamentenbestellung erforderte mehrere manuelle Schritte:

  • Ärzte übermittelten Medikamentenanfragen über das
  • Krankenhausinformationssystem
  • Apothekenmitarbeitende koordinierten die Ausgabeanweisungen manuell
  • Transaktionsdaten mussten separat erfasst werden
  • Datensätze wurden manuell abgeglichen

Dadurch entstanden mehrere Herausforderungen: 

  • Verzögerungen in den Arbeitsabläufen
  • Erhöhter administrativer Aufwand
  • Begrenzte operative Transparenz
  • Risiko von Dateninkonsistenzen

Der Roboter selbst arbeitete effizient — der umliegende Prozess jedoch nicht.

Um den vollen Nutzen der Apothekenautomatisierung auszuschöpfen, benötigte das Krankenhaus mehr als nur ein Gerät. Es benötigte Konnektivität.

Die eigentliche Herausforderung: Eine eingeschränkte nationale Plattform 

Die Verbindung interner Systeme ist selten einfach — doch dieses Projekt brachte eine zusätzliche Ebene der Komplexität mit sich.

Die klinischen Daten des Krankenhauses wurden über eine eingeschränkte nationale E-Health-Plattform verwaltet, ein System mit strengen Zugriffskontrollen und begrenzten Integrationsmöglichkeiten. Nur sehr wenige Anbieter hatten die Möglichkeit — oder die Genehmigung — externe Systeme damit zu verbinden.

Dadurch unterschied sich das Projekt grundlegend von einer standardmäßigen Integration.

Anstatt sich auf bestehende Schnittstellen zu verlassen, arbeitete SDH direkt mit dem Team der nationalen Plattform zusammen, um zu definieren, wie die Integration funktionieren sollte. Gemeinsam entwickelten die Teams die API-Spezifikation und schufen eine sichere und konforme Möglichkeit für externe Systeme, mit der nationalen Infrastruktur zu kommunizieren.

Diese Zusammenarbeit verwandelte ein zuvor nicht zugängliches System in einen operativen Bestandteil des Workflows.

Ohne diesen Schritt wäre eine vollständige Automatisierung nicht möglich gewesen.

Aufbau des Kerns: Middleware als Verbindungsschicht

Nachdem die Integrationswege definiert waren, entwickelte SDH eine zentralisierte Middleware-Schicht zur Verbindung der kritischen Systeme des Krankenhauses.

Das Ziel war konzeptionell einfach, in der Umsetzung jedoch komplex: die manuelle Koordination eliminieren und Systeme automatisch miteinander kommunizieren lassen.

Die Middleware verband:

  • Den KiroLink-Apothekenroboter
  • Das ERP-System des Krankenhauses
  • Die nationale E-Health-Plattform

Anstatt dass Mitarbeitende Informationen manuell übertragen mussten, übernahm die Middleware die Kommunikation zwischen den Systemen in Echtzeit.

Jede Aktion löste automatisch den nächsten Schritt aus.

Diese Architektur wurde zum Rückgrat der gesamten Lösung.

Vom manuellen Workflow zum automatisierten Lebenszyklus

Sobald die Integration live war, veränderte sich der Medikations-Workflow vollständig.

Was zuvor mehrere manuelle Schritte erforderte, wurde zu einem durchgängigen automatisierten Prozess.

Heute läuft der Workflow wie folgt ab:

  • Ein Arzt erstellt eine Medikamentenbestellung
  • Die Bestellung wird automatisch an den Apothekenroboter übermittelt
  • Der Roboter ruft das Medikament ab und gibt es aus
  • Das ERP-System protokolliert die Transaktion sofort
  • Die nationale E-Health-Plattform aktualisiert die Datensätze in Echtzeit

Keine manuellen Datenübertragungen.
Keine doppelte Dateneingabe.
Keine Verzögerungen beim Datenabgleich.

Nur ein durchgängiger, vernetzter Workflow von Anfang bis Ende.

Transparenz ist entscheidend: Operative Echtzeit-Einblicke

Automatisierung allein verbessert die Geschwindigkeit — Transparenz verbessert die Kontrolle.

Im Rahmen der Implementierung entwickelte SDH ein Live-Dashboard, das Apothekenleitern vollständige Transparenz über den gesamten Ausgabeprozess bietet.

Dieses Dashboard ermöglicht es Teams:

  • Den Medikamentenfluss zu überwachen
  • Ausgabeaktivitäten nachzuverfolgen
  • Workflow-Engpässe zu identifizieren
  • Die operative Übersicht zu behalten

Anstatt erst auf Probleme zu reagieren, nachdem sie auftreten, können Teams in Echtzeit handeln.

Dieser Wandel — von reaktivem zu proaktivem Management — schafft messbaren operativen Mehrwert.

Ergebnisse, die über Technologie hinausgehen 

Das Ergebnis des Projekts war nicht nur technischer Erfolg — sondern operative Transformation.

Durch die Verbindung von Systemen, die zuvor unabhängig voneinander funktionierten, ermöglichte SDH dem Krankenhaus den Übergang von teilweiser Automatisierung zu vollständiger Workflow-Orchestrierung.

Zu den wichtigsten Ergebnissen gehörten:
Drei geschäftskritische Systeme verbunden, einschließlich einer eingeschränkten nationalen Plattform
Vollständige End-to-End-Automatisierung des Medikationsausgabeprozesses
Eliminierung manueller Datenabgleiche
Verbesserte operative Transparenz durch Echtzeit-Monitoring

Das Projekt erforderte 1.560 Engineering-Stunden über einen Zeitraum von 39 Wochen und spiegelte damit die Tiefe und Komplexität des Integrationsaufwands wider.

Der langfristige Mehrwert ging jedoch weit über die ursprüngliche Implementierung hinaus.

Für Wachstum entwickelt: Von einem Krankenhaus zu vielen

Eine der entscheidenden Entscheidungen in diesem Projekt war die architektonische Skalierbarkeit.

Anstatt ein System zu entwickeln, das nur auf ein einzelnes Krankenhaus zugeschnitten ist, baute SDH die Middleware so auf, dass sie Erweiterungen unterstützt. Die Architektur ermöglicht die Integration zusätzlicher Einrichtungen und neuer Automatisierungstechnologien, ohne die Kernplattform neu entwickeln zu müssen.

Diese Fähigkeit wurde nach der ersten Implementierung entscheidend.

Nach der erfolgreichen Einführung begann die Lösung, sich auf öffentliche Krankenhäuser auszuweiten. Die nächste Phase konzentriert sich auf die nationale Replikation — mit dem Ziel, dasselbe automatisierte Workflow-Modell auf weitere Standorte zu übertragen.

Da das Integrationsframework bereits existiert, wird jede neue Implementierung schneller und planbarer.

Dadurch wird aus einem einmaligen Projekt eine skalierbare nationale Fähigkeit.

Warum dieser Fall wichtig ist

Über Automatisierung im Gesundheitswesen wird häufig in Bezug auf Geräte gesprochen — Roboter, Systeme, Plattformen.

Doch dieser Fall zeigt eine andere Realität:
Automatisierung schafft nur dann echten Mehrwert, wenn Systeme zusammenarbeiten.

Der Apothekenroboter war bereits vorhanden. Das ERP-System existierte bereits. Die nationale Plattform war bereits in Betrieb.

Was fehlte, war Orchestrierung.

Durch die Verbindung dieser Systeme zu einem einheitlichen Workflow verwandelte SDH isolierte Technologien in einen koordinierten Gesundheitsprozess.

Genau dieser Unterschied — zwischen einzelnen Tools und vernetzten Systemen — ist der Punkt, an dem echte Effizienzgewinne entstehen.

Die größere Bedeutung vernetzter Gesundheitssysteme 

Projekte wie dieses verdeutlichen einen größeren Wandel, der derzeit im Gesundheitswesen stattfindet.

Krankenhäuser führen nicht länger isolierte Technologien ein. Sie bauen integrierte Ökosysteme auf, in denen Daten nahtlos zwischen Systemen, Geräten und Plattformen fließen.

Dieser Wandel unterstützt:

  • Schnellere klinische Workflows
  • Verbesserte Medikationssicherheit
  • Präzisere operative Datensätze
  • Bessere Ressourcennutzung
  • Stärkere Compliance-Ausrichtung

Und am wichtigsten — er reduziert die Abhängigkeit von manueller Koordination.

In Gesundheitsumgebungen reduziert jeder entfernte manuelle Schritt das Risiko.

Was als Nächstes kommt

Der Erfolg dieser Integration markiert den Anfang — nicht das Ende — der Transformation.

Mit der vorhandenen Kernarchitektur ist das System bereit, Folgendes zu unterstützen: 

  • Zusätzliche Krankenhausimplementierungen
  • Neue Technologien zur Apothekenautomatisierung
  • Erweiterte Workflow-Automatisierung
  • Umfassendere digitale Gesundheitsintegration

Da die Middleware als flexible Grundlage entwickelt wurde, kann sich das Krankenhausnetzwerk weiterentwickeln, ohne die Kerninfrastruktur neu gestalten zu müssen.

Genau diese Flexibilität macht aus einer erfolgreichen Implementierung eine nachhaltige Plattform.

Entwickelt zum Verbinden. Entwickelt zum Skalieren.

Dieses Projekt zeigt, was möglich wird, wenn Integration als strategische Fähigkeit behandelt wird — und nicht nur als technische Aufgabe.

Durch die Verbindung von drei kritischen Systemen in einem einzigen automatisierten Workflow ermöglichte SDH dem Krankenhaus, manuelle Übergaben zu eliminieren, die Transparenz zu verbessern und ein skalierbares Modell zu schaffen, das für nationale Expansion bereit ist.

Ein Krankenhaus.
Drei Systeme.
Keine manuelle Arbeit.

Und eine Grundlage, die für Wachstum geschaffen wurde.

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About the author

Michael T.
Michael T.
Business Analyst
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Business Analyst bei Software Development Hub mit umfassender Erfahrung in der Geschäftsprozessanalyse und B2C&B2B-Softwareentwicklung. Verfügt über ausgeprägte soziale Kompetenzen, eine kreative und strategische Denkweise und Führungsqualitäten, die zum erfolgreichen Teammanagement und zur Projektdurchführung beitragen. Beherrscht das Management von Projekten von der Konzeption bis zu Benutzerhandbüchern, erstellt Präsentationen und nimmt als Experte am Vertrieb teil.

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