API-First-Plattform für die Auslieferung von Musik-Releases an Streaming-Dienste
Auslieferungskern für Labels mit Exactly-once-Übermittlung und Mandantentrennung; das erste echte Release ging in 21 von 21 Stores live.
Musikvertriebs-API ermöglicht Labels, Releases programmatisch und genau einmal an Streaming-Stores zu liefern, mit strikt getrennten Daten je Label.
Profil des Partners
Hintergrund
Der Kunde ist ein Joint Venture im Musikvertrieb, das ein API-First-Produkt für Plattenlabels entwickelt. Labels müssen Releases mit Audio, Artwork, Metadaten und Splits programmatisch über externe Delivery-Provider an Streaming-Dienste übermitteln. Die Branche verzeiht wenig: Wird ein Release erneut gesendet, entsteht ein Duplikat im Store, das zur Sperrung führen kann. Automatisches Failover zwischen Providern ist daher ausgeschlossen. Zudem liegen die Daten vieler Labels in einer gemeinsamen Datenbank.
Ziel
Gefragt war der Kern der Plattform: eine Delivery-Pipeline, die jedes Release genau einmal übermittelt, auch wenn die Infrastruktur Nachrichten wiederholt; ein einheitlicher Vertrag für die Anbindung von Delivery-Providern; verlässliche Integrationspunkte für Labels und eine Mandantentrennung, die auch bei einem vergessenen Filter hält. Dazu ein Label-Portal und eine Operations-Konsole für das Team des Kunden. Projektstart war der 31. August 2026, ein zweiter Provider folgt.
Lösung
Wir haben den Kern als API-First-Backend mit expliziten State Machines aufgebaut, rund 14 davon dokumentiert: Übermittlung, Zustellung je Store, Takedown, Dateien, Report-Import, Outbox, Webhook-Zustellung, Abrechnungen, Split-Schemata, Mitgliedschaften und weitere. Jeder Delivery-Provider wird über einen einheitlichen Adapter-Vertrag angebunden, alle Provider-Aufrufe laufen über ein zentrales Gateway. Labels integrieren über ein OpenAPI-Schema mit Idempotency Keys und signierte Webhooks; das Team des Kunden arbeitet in zwei React-SPAs, dem Label-Portal und der Operations-Konsole.
Die größte Herausforderung war Exactly-once-Zustellung auf Basis eines At-least-once-Brokers. RabbitMQ kann eine Nachricht erneut zustellen, und ein wiederholter Provider-Aufruf bedeutet eine zweite Übermittlung des Releases. Die Lösung kombiniert einen PostgreSQL Advisory Lock, eine „Übertragung gestartet“-Markierung vor dem ersten Provider-Aufruf und genau einen Release-Entwurf pro Provider. Ist das Ergebnis eines Aufrufs unklar, prüft der Support den Fall manuell, statt blind zu wiederholen. Events laufen über eine transaktionale Outbox: Sie werden in derselben Transaktion wie die Zustandsänderung geschrieben und gelten erst nach Bestätigung durch den Broker als veröffentlicht.
Für eine mandantenfähige SaaS-Plattform ist die Trennung zweistufig: expliziter Filter im Code plus PostgreSQL Row-Level Security, wobei der Mandant per SET LOCAL gesetzt wird und nicht über den Connection Pool durchsickern kann. Ein vergessener Filter liefert ein leeres Ergebnis, nicht die Daten eines anderen Labels.
- Webhooks sind mit HMAC-SHA256 signiert; während der Secret-Rotation gelten zwei Signaturen, nach einer Reihe fehlgeschlagener Zustellungen wird ein Endpunkt automatisch deaktiviert.
- Zweistufiger SSRF-Schutz und eine Whitelist für Audioformate auf Basis von ffprobe.
- Rund 6.000 automatisierte Tests, darunter 68 Angriffstests zur Mandantentrennung und 18 Playwright-End-to-End-Specs.
Am 22. und 23. Oktober 2026, weniger als acht Wochen nach dem Projektstart am 31. August, lief das erste echte Release über einen produktiven Delivery-Provider, bestand die Moderation, erreichte 21 von 21 Stores und ging auf Plattformen wie Deezer live. Der zweite Provider wechselt gerade von der Sandbox in den Pilotbetrieb.
Technologien
Backend
Python 3.12, Django, Django REST Framework, drf-spectacular, Celery, RabbitMQ
Daten und Speicher
PostgreSQL 18 mit Row-Level Security, Redis, S3
Frontend
React 19, TypeScript, Vite, Tailwind CSS, TanStack Query
Qualität und Infrastruktur
Playwright, Sentry, Ansible, Jenkins
Projekte
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